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Lukowsky
Name:
Lukowsky
First Name:
Rolf
Year of birth:
1926
Resume:
Dr. Rudolf (Rolf) Lukowsky wurde 1926 geboren. Er studierte von 1954 bis 1956 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg das Fach Musikerziehung . Er erhielt Kompositionsunterricht bei Prof. Dr. Fritz Reuter, absolvierte Musikwissenschaft und Musikgeschichte bei Prof. Dr. Max Schneider und Prof. Dr. Walter Siegmund-Schulze, Musikästhetik und Musikpsychologie bei Prof. Dr. Siegfried Bimberg. Schon vor und während des Studiums gründete und leitete Rolf Lukowsky mehrere Jungend- und Betriebschöre, die er in kurzer Zeit zu erstaunlichen Leistungen führen konnte. Nach der Studienzeit wurde er Hochschullehrer an der Humboldt-Universität zu Berlin und begann eine Aspirantur, die mit der Promotion im Jahre 1959 abgeschlossen wurde. In dieser Zeit unterrichtete er die Studenten in den Fächern Musiktheorie, Volksliedkunde und Chorleitung. Er gründete den Kammerchor des Instituts für Musikerziehung, mit dem er in den folgenden Jahren neben zahlreichen Konzerten vor allem eine große Anzahl von Chorwerken bei Rundfunk, Schallplatte und Fernsehen einspielte. Hierbei konnte er sich vor allem als Komponist verschiedener vokaler Genres ausweisen, die er –ungeachtet des Schwierigkeitsgrades – mit seinem Chore meisterte. Dabei ergab es sich, daß dieser Studentenchor vor allem für die Interpretation der neu entstehenden Jugendchor-Musik geeignet war. Zur Seite standen dem Komponisten zwei Freunde, Prof.Dr.Siegfried Bimberg und Prof. Dr. Friedrich Krell, die beide ebenfalls hervorragende Klangkörper herangebildet hatten. Prof. Dr. Bimberg gründete und leitete an der Martin-Luther-Universität die „Hallenser Madrigalisten“, mit denen er neben der professionalen Interpretation von Chormusik der Renaissance experimentelle zeitgenössische Musik produzierte und in Konzerten aufführte. Prof. Dr. Krell war Chordirigent des Rundfunk-Jugendchores Wernigerode, den er zunächst als „Chor der Gerhart-Hauptmann-Schule Wernigerode“ gegründet hatte, und der auf Grund seiner hohen künstlerischen Qualität vom Rundfunk der DDR als ständiger Produzent von Jugendmusik auserwählt wurde. Besonders für diesen Chor konnte Rolf Lukowsky in den folgenden 3 Jahrzehnten neue Chorwerke komponieren, in denen er sich neben der zeitgenössischen traditionalen Schreibweise auch mit künsterischen und musiktechnischen Experimenten auseinandersetzte. 1959 erhielt der promovierte Komponist wiederum eine Aspirantur an der Humboldt-Universität und beendete sie 1991 mit der Habilitation. Es folgten die Berufung zum Dozenten für Musiktheorie und Ernennung zum Universitätsmusikdirektor. Neben der Vorlesungstätigkeit gründete er ein Collegium musicum instrumentale an der Universität und führte gemeinsam mit dem großen Chor und dem Kammerchor des Instituts sowie Solisten aus dem künstlerischen Lehrkörper chorsinfonische Werke aus Vergangenheit und Gegenwart auf. In dieser Zeit entstanden mehrere Chorzyklen, Oratorien, Kantaten, die Rolf Lukowsky mit den eigenen Klangkörpern aufführen und in den Medien produzieren konnte. Auch für den Rundfunkjugendchor Wernigerode schrieb der Komponist viele Auftragswerke, die für bestimmte Fest- und Feiertage gedacht waren und von diesem Chor mit entsprechenden Rundfunk-Klangkörpern aufgeführt und produziert wurden. Ab 1964 widmete sich Rolf Lukowsky ausschließlich der kompositorischen Tätigkeit, die er bis zum heutigen Tage nicht aufgegeben hat. Er übernahm den Vorsitz im Komponistenverband Berlin, wo er sich besonders für die Förderung junger Kollegen einsetzte. Neben dieser Arbeit war er über die Jahrzehnte hinweg in vielen in- und ausländischen Fachgremien als Juror, Berater, Referent und Dirigent tätig. Er warb vor allem für die Entwicklung der zeitgenössischen Chormusik und ihre Popularisierung. Seit 1990 widmete er sich vornehmlich auch der tontechnischen Realisierung von Choraufnahmen in Verbindung mit der fachlichen Beratung in allen künstlerischen und technischen Fragen. So entstanden beispielsweise mit dem Rundfunkjugendchor Wernigerode mehrere CD-Aufnahmen, die zum Teil vom japanischen Hersteller TOKUMA in Auftrag gegeben wurden. Für das laufende Jahr wurden bereits mit 12 Chören die Tonaufnahmen für eine CD festgelegt. Die ständige Mitarbeit im Förderverein Interkultur e.V. als Komponist, Tonregisseur, Referent und Juror steht im Arbeitspensum von Rolf Lukowsky ganz weit oben.
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